Nanoplasmonik

nanophotonics summary figuresMein Forschungsthema ist die Untersuchung der Physik des Lichts in sehr kleinen metallischen Strukturen (~50-100nm, ca. ein Zehntausendstel eines Haardurchmessers). Auf diesen Skalen ist es nur mit besonderen Techniken möglich, Licht zu halten und zu führen. Licht in den von mir untersuchten Strukturen kann man als sogenannte propagierende Plasmonen, präziser als sogenannte Oberflächen-Plasmon-Polaritonen (Surface Plasmon Polaritons, SPP) beschreiben, das Forschungsgebiet nennt sich daher auch “Plasmonik” (plasmonics) oder bezogen auf die sehr starke Lokalisierung der elektromagnetischen Felder “Nanoplasmonik”. Das Themengebiet fällt damit unter die Familie der Nanowissenschaften. Ich arbeite experimentell in der Grundlagenforschung, mit Nanostrukturherstellungstechniken, selbst entwickelten Messgeräten und ich simuliere numerisch und erstelle physikalische Modelle zu neu entwickelten Strukturen.

Ich arbeite in meinen Projekten an verschiedenen Komponenten für optische Nanoschaltkreise, die in einer Vision in Zukunft vielleicht zu Schaltkreisen führen könnten, wie sie heute in modernen Mikroprozessoren mit Elektronen verwendung finden. Die von mir untersuchten und entwickelten Komponenten sind beispielsweise SPP-Wellenleiter, Antennen für IR-Licht, Directional Coupler (ODCs), diskrete Beugung (discrete diffraction) und negative Beugung in planaren plasmonischen Wellenleiterarrays. Der aktuelle Stand unserer Forschungsgruppe erlaubt mir und meinen Kollegen, effiziente Antennen herzustellen, die es uns erlauben, Licht in solche Nano-Schaltkreise einzukoppeln, Wellenleiter, die reproduzierbar solches Licht führen und Komponenten, die Kopplung zwischen nanooptischen Wellenleitern auf bisher nicht erreicht kurzen Skalen (wenige µm) erlauben.

Sie finden ausführlichere Beschreibungen zu diesem Thema und meiner wissenschaftlichen Arbeit in der englischen Version dieser Seite.